Der VfL Pfullingen bleibt im siebten Spiel hintereinander ohne Sieg. Beim 1. FC Heiningen war es wieder einmal die zweite Halbzeit, in der sich die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost um die Früchte ihrer Arbeit brachten. In Durchgang eins hatten die Hausherren zwar mehr Ballbesitz, doch konnte der VfL auf dem engen Kunstrasenplatz gut dagegenhalten. Erst kurz vor dem Seitenwechsel war Torspieler Tim Becker gefordert, er wehrte einen Linksschuss von Max-Julian Hölzli mit einer starken Parade ab.

Beim 1:0 Holzlis war Becker allerdings machtlos, der Schuss aus 18 Metern war zu gut platziert. Quasi im Gegenzug hatte der VfL die große Ausgleichschance. Matthias Dünkel legte den Ball auf Lukas Linder quer, der aber leichtfertig vertändelte. Nur wenige Minuten später stellte Marius Nuding die Weichen auf Sieg. Pfullingen agierte in dieser Situation zu nachlässig, Nuding nahm das Geschenk dankbar an. Nach einem Foul Matthias Kunsts an Andre Kriks trat Hölzli zur Strafstoßausführung an und versenkte sicher (62.). Die Pfullinger gaben nicht auf, verpassten aber, aus den besten Gelegenheiten zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. So verpassten die eingewechselten Lukas Früh und Valon Dodaj in sehr aussichtsreichen Positionen. Zu allem Überfluss kassierte Konietzny nach einem Wortgefecht mit einem Heininger Zuschauer von Schiedsrichter Tobias Huthmacher die rote Karte.

 

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Nico Seiz und seine Mannschaftskameraden warten weiter auf einen dringend benötigten Sieg.

Der VfL Pfullingen wartet weiter auf einen Sieg. Gegen den TSV Essingen reichte es am Ende nur zu einem 1:3 (1:1). Wegen einer Bänderverletzung mussten Michael Konietzny und Rasmus Joost auf Stürmer Dominik Früh verzichten. Für ihn rückte Lukas Linder ins Sturmzentrum. Im Tor kam der Wiedergenesene Tim Becker zum Einsatz.

Die Gäste starteten mit dem Selbstvertrauen aus dem 3:0-Derbysieg gegen Normannia Gmünd in die Partie. Sie übernahmen die Initiative und hatten ein Plus an Ballbesitz zu verzeichnen. Die Pfullinger Hintermannschaft hielt dem Druck jedoch stand und ließ kaum gefährliche Abschlüsse der Gäste zu. Dann kam der VfL allmählich besser ins Spiel. Kevin Haußmann traf nach Zuspiel von Linder den Ball nicht richtig (22.), nur wenig später wählte er mit einem Querpass anstelle eines Schusses die schlechtere Alternative. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es turbulent. Die Essinger gingen nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft mit 0:1 in Führung. Niklas Groiß traf ins leere Tor. Auf der anderen Seite scheiterte Heiko Schall mit einem beherzten Schuss an der Klassereaktion von Ewen Le Gallo. Nur wenig später war der TSV-Schlussmann bei einem platzierten Schuss Schalls ins Eck dann doch machtlos, mit 1:1 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Gäste ihren Druck. „In der zweiten Halbzeit lief es dann wie immer“, gab ein ratloser Konietzny nach Schlusspfiff zu Protokoll. Die Hausherren versuchten es mit hohen Bällen auf die flinken Spitzen, doch die hochgewachsenen Essinger Abwehrrecken hatten die absolute Lufthoheit und verhinderten gefährliche Gegenstöße. Nach einer der zahlreichen Gästeecken war VfL-Torspieler Becker gegen den Kopfstoß von Stergios Dodontsakis machtlos (64.) Nur vier Minuten später nutzte derselbe Spieler einen von Becker nach vorn abgewehrten Freistoß und erhöhte auf 1:3. Die 250 Zuschauer sahen nun einen VfL, der in seinen Bemühungen auf den Anschlusstreffer die dargebotene Entschlossenheit der Gäste vermissen ließ. So blieb es am Ende bei der zweiten Heimniederlage der Saison. VfL-Präsident Sven Schauenburg sah einen verdienten Sieger: „Die Essinger waren heute einfach besser.“ Die Konietzny-Schützlinge müssen in den kommenden Wochen schleunigst wieder in die Spur kommen, sonst geht es in der Tabelle weiter abwärts.

 

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Da war Pfullingens Welt noch in Ordnung: Heiko Schall hat soeben zum 1:1-Ausgleich getroffen.

Seit nunmehr fünf Spielen wartet die Verbandsligavertretung des VfL Pfullingen auf einen Sieg. Auch beim VfB Neckarrems blieben die Bemühungen der Truppe von Trainer Michael Konietzny am Ende vergebens. Trotz einer Halbzeitführung stand der Aufsteiger mit leeren Händen da.

Dabei ging es gut los für die Gäste. Sie waren auf der Stelle in der Partie und erspielten sich eine Reihe an Einschussmöglichkeiten. So traf Dominik Früh mit einer Direktabnahme die Latte (15.). Nach 20 Minuten folgte ein erfolgreicher Versuch: Nach einem Freistoß von Kevin Haußmann, den Keeper Luis Miguel Rodrigues Loucao nur Abklatschen konnte, reagierte Heiko Schall am Schnellsten und passte den Ball zurück auf Marc Tiryaki-Zeeb, der aus spitzem Winkel zum 0:1 traf. Kurz vor dem Halbzeitpfiff beinahe das zweite Tor: Haußmann fing einen schludrigen Pass eines Neckarremser Abwehrspielers ab, sein zu ungenauer Schuss wurde jedoch zur Ecke geklärt.

Ein anderes Bild nach dem Seitenwechsel. Der VfB zeigte sich nun wesentlich präsenter und kam sofort zum Ausgleich. Nach einer Ecke war Robin Slawig zur Stelle und köpfte ein. „In der zweite Halbzeit spielten wir vorne zu kompliziert. Und haben immer wieder falsche Entscheidungen getroffen“, analysiert Spielleiter Frank König. Und so kam es, wie es kommen musste. Der wiedergenesene Topstürmer war nach einem weiten Flankenball zur Stelle und wuchtete den Ball unhaltbar für VfL-Schlussmann Martin Welsch in die Maschen. Dieser stand kurze Zeit später erneut im Mittelpunkt. Nach einem Foul des Torhüters am heranstürmenden Carmine Pescione zeigte Schiedsrichter Fabian Baiz auf den Punkt. Doch Welsch machte seinen Lapsus wieder gut und parierte den Schuss von Lars Ruckh. Am Ende blieb es beim 2:1 für die Hausherren. König: „Das war eine vermeidbare Niederlage. Schade, dass sich die Jungs nicht selbst belohnen. Aber so schnell kann es in die andere Richtung gehen.“

 

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Marc Tiryaki-Zeebs (re.) Führungstor war am Ende leider zu wenig.

Der VfL Pfullingen muss sich nach dem Duell mit dem FC Wangen mit einem Unentschieden zufriedengeben. Eins verband beide Teams vor dem Spiel. In den vergangenen Wochen blieben die Erfolge hüben wie drüben weitestgehend aus. Und beide Mannschaften schienen gewillt, diese Negativserie zu beenden. Entsprechend konzentriert starteten der VfL Pfullingen und der FC Wangen in die Partie. Doch spielte sich das Geschehen vornehmlich im Mittelfeld ab, gelungene Aktionen in Richtung Strafraum blieben aus. Erst Mitte des ersten Durchgangs wagte Lukas Linder einen Schuss, der allerdings deutlich am langen Eck vorbei ging. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Sven Packert einen Kopfball übers Tor, nur eine Minute zielte der Youngster genauer. Doch der Torschrei ging im Abseitspfiff vom guten Schiedsrichter Manuel Mahler unter.

In Durchgang zwei ein ähnliches Bild: Intensives Spiel mit zunächst wenigen Torchancen. Bis zur 70. Minute. Einer der wenigen Wangener Angriffe führte über die linke Seite. Die präzise Flanke beförderte Simon Wetzel zur Führung ins Netz. Nun war der VfL gefordert und drängte auf den Ausgleich. Doch der FC war drauf und dran, das zweite Tor zu erzielen. VfL-Schlussmann Martin Welsch entschärfte den Schuss von Enes Demircan jedoch in Klassemanier (80.). Trainer Michael Konietzny brachte mit Valon Dodaj einen weiteren Stürmer, was sich in der 83. Minute auszahlte. Er spitzelte eine Hereingabe von Dominik Früh zum Ausgleich über die Linie. Lukas Linder hatte die Führung auf dem Fuß doch sein strammer Schuss klatschte gegen die Latte (87.). „Man muss in unserer Situation auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, konnte Trainer Michael Konietzny dem 1:1 auch etwas Positives abgewinnen.

 

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Pech für den VfL: Einem Kopfballtor von Sven Packert wurde wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert.

Über mangelnden Unterhaltungswert konnten sich wahrlich keiner der Besucher des bezirksinternen Verbandsligaderbys zwischen der TSG Tübingen und dem VfL Pfullingen beschweren, aber über vertauschte Rollen wundern: Das Tabellenschlusslicht aus der Unistadt ließ die Gäste über weite Phasen wie einen Absteiger aussehen und erspielte sich durch eine engagierte Leistung des ersten Saisonsieg.

Bereits nach wenigen Sekunden hatte der VfL die erste Chance, doch Torjäger Dominik Früh war nach einem Patzer in der Abwehr nicht konsequent genug. Dann die Führung auf der anderen Seite. Ein unnötiges Foul von Kapitän Patrick Lehmann führte zum Elfmeter, den Noah Dörre sicher verwandelte (4.). Der erste Ballkontakt von Pfullinger Schlussmann Martin Welsch war also das Fischen des Balls aus dem eigenen Netz. Die Hausherren blieben weiter obenauf, störten die Schützlinge von Michael Konietzny und Rasmus Joost schon sehr viel beim Spielaufbau und hatten damit Erfolg. Nach 13 Minuten drischt Lars Lack den Ball aus 20 Metern unhaltbar in den Torwinkel. Weiter kannte das Spiel vornehmlich nur eine Richtung, nämlich auf das Tor des bis dato Tabellensechsten. Nach einer Flanke von Dörre stand Christoph Hollnberger goldrichtig und schob zum 3:0 ein. Nun wachte der VfL etwas auf, Heiko Schall verkürzte auf 1:3. Doch schien das sie TSG nur wenig zu beeindrucken. Erneut Lack stellte nur wenige Minuten später den alten Abstand wieder her. Nun waren wieder die Pfullinger am Zug. Nach Flanke von Lukas Linder verkürzte Früh per Kopf zum 2:4-Halbzeitstand.

Die Wende? Mitnichten, denn es waren die Tübinger, die zu Beginn des zweiten Durchgangs die Akzente setzten. An diesem Nachmittag lief sehr wenig für den VfL zusammen. Zu allem Überfluss konnte Schlussmann Welsch einen relativ harmlosen Freistoß nicht festhalten, im Nachschuss besorgte Adrian Braun nach einer guten Stunde die Entscheidung. Daran konnte auch Frühs zweiter Treffer nichts mehr ändern. „Tübingen hat uns von Beginn an vorgemacht, mit welcher Aggressivität man im Derby und Abstiegskampf auftreten muss“, zollte Co-Trainer Rasmus Joost dem Kontrahenten Respekt. „Wir haben uns von dem frühen Rückstand schocken lassen und haben nie in unser Spiel gefunden. Mit Ball haben wir zu kompliziert gespielt, immer wieder ins Tübinger Pressing reingespielt und sie eingeladen zu kontern. Eine verdiente Niederlage, die wir unter der Woche aufarbeiten werden, um kommendes Wochenende wieder in die Spur zu finden.“

 

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Marc Tiryaki-Zeeb und seine Mannschaftskameraden erwischten in Tübingen einen gebrauchten Tag.