Der VfL Pfullingen muss auf einem Abstiegsplatz überwintern. Durch die Niederlage im Aufstiegsduell am ersten Spieltag der Rückrunde zog der TSV Heimerdingen am VfL Pfullingen vorbei.

Die Hausherren waren zu Beginn vor allem durch Standards gefährlich. Schlussmann Tim Becker musste nach 11 Minuten einen Schuss von Pascal Dos Santos Coehlo entschärfen. Gegen einen tief stehenden Gegner fanden die Schützlinge von Michael Konietzny zunächst kein Mittel. Die größte Chance zur Führung hatte Lukas Linder nach schöner Vorarbeit von Matthias Dünkel, doch konnte er Maik Riesch im Heimerdinger Gehäuse nicht überwintern. Als der VfL die Partie weitestgehend im Griff hatte, kam die kalte Dusche. Daniel Kühnbach Azevedo wollte im Strafraum den Ball klären, doch traf er einen dazwischengehenden Gegenspieler unglücklich. Den fälligen Strafstoß verwandelte Daniel Riffert sicher (36.).

Der zweite Durchgang begann mit einem weiteren Tiefschlag. Becker foulte bei einer Abwehraktion einen heranstürmenden Gästespieler vor dem Strafraum, Schiedsrichter Felix Prigan zückte sofort die rote Karte. Bálint Szalánszki musste für Ersatzschlussmann Martin Welsch weichen. In Unterzahl nahm das Spiel des VfL Schwung auf, die Gäste verzeichneten ein deutliches Übergewicht in Punkto Ballbesitz. Doch fehlt es dem Team in der jetzigen Situation an der nötigen offensiven Durchschlagskraft, das Tor der Hausherren war kaum in Gefahr. Kurz vor Schluss die endgültige Entscheidung. Gegen einen weit aufgerückten Gegner kam der TSV durch einen Konter zum 2:0. Matthias Kolb überlupfte Welsch, der mit tollen Paraden seine Mannschaft bis dahin im Spiel gehalten hatte, zum bitteren Endstand.

Nun heißt es in der kommenden Winterpause auf die Rückkehr der vielen verletzten Spieler zu hoffen und die richtigen Lehren aus den vergangenen Wochen zu ziehen.

 

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Lukas Linder hatte die Chance zur Führung, scheiterte allerdings an der Heimerdinger Übermacht.

Der Abschluss der Vorrunde endet für den VfL Pfullingen mit einer Auswärtsniederlage und dem Relegationsplatz. Trotz früher Führung konnte das Team um Kapitän Yasin Yilmaz vor allem wegen der dargebotenen Defensivleistung nichts Zählbares aus Rutesheim mitnehmen.

Zunächst brachte Sven Packert seine Farben nach einem Eckstoß von Kevin Haußmann per Kopf in Führung. Doch das 0:1 hielt nur wenige Minuten. Die Pfullinger brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Salvatore Catanzano war der Nutznießer. Auch beim Führungstor der Hausherren blieb die Defensivarbeit des VfL unter Verbandsliganiveau. Tobias Gebbert traf aus 17 Metern genau ins Eck (20.). Nur sieben Minuten später erhöhte erneut Catanzano sogar auf 3:1. „Hinten verteidigen wir schlecht und vorne fehlt uns die Durchschlagskraft“, lautete das Fazit von Spielleiter Frank König nach dem ersten Durchgang.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff war es der ungarische Neuzugang Balínt Szalánszki, der wieder Spannung ins Spiel brachte. Erst fing er den Ball geschickt ab und hob in dann über den zu weit vor seinem Kasten stehenden SKV-Schlussmann Julian Bär zum Anschlusstreffer ins Tor. Doch die Hoffnungen auf den Ausgleich zerstoben nach dem Foul von Marc Tiryaki-Zeeb, der zu einem Foulelfmeter führte. Diese Chance ließ sich Robin Münst nicht nehmen (62.). Zwar blieb der VfL im Spiel und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Doch mehr als der neuerliche Anschlusstreffer durch Kevin Haussmann (78.) wollte nicht mehr herausspringen. Nach dem Sieg im ersten Auswärtsspiel wartet der VfL nun weiter auf einen Auswärtserfolg. Die Chance bietet sich bereits am kommenden Sonntag beim letzten Spiel des Jahres in Heimerdingen.

 

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Da war Pfullingens Welt noch in Ordnung: Sven Packert köpft das 1:0 für den VfL.

Zwei Minuten haben zur großen Überraschung gefehlt. Gegen den bislang ohne Niederlage an der Spitze thronenden souveränen Spitzenreiter TSG Backnang führte der VfL mit 1:0. In der Nachspielzeit setzte Torjäger spektakulär zum Seitfallzieher an und beförderte den Ball zum späten Ausgleichstreffer ins Netz.

Pfullingens Trainer Michael Konietzny musste vor der Partie sein Team umbauen. Heiko Schall und Lukas Linder verletzten sich unter der Woche und standen wie Kapitän Patrick Lehmann und Stürmer Dominik Früh nicht zur Verfügung. Lukas Früh rückte ins Sturmzentrum und Daniel Kühnbach Azevedo kam zu seinem zweiten Einsatz in der Startelf.

Die Anfangsminuten gehörten eindeutig dem großen Favoriten. VfL-Schlussmann Tim Becker musste sein Team doppelt vor dem frühen Rückstand bewahren. Die Hausherren kamen langsam besser ins Spiel und ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Mit einem klugen Pass schickte Yasin Yilmaz Lukas Früh auf die Reise, doch dieser konnte im letzten Moment von einem Abwehrspieler abgefangen werden. Auf der anderen Seite verfehlte ein Kopfball von Julian Geldner nur um Haaresbreite sein Ziel. Der Tabellenführer versuchte fortan, das Spiel an sich zu reißen. Doch der VfL schaffte es mit viel Einsatz immer wieder, den Gegner im Spielfluss zu stören und verdiente sich vor 250 Besuchern das torlose Unentschieden zum Seitenwechsel.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes erhöhte die TSG den Druck nochmals. Die Pfullinger Defensive hielt stand, verlor aber nach Ballgewinn das Spielgerät zu schnell wieder. Bis zur 76. Minute. Nico Seiz fing einen Backnanger Pass ab, ging auf und davon und bediente Fatmir Karasalihovic. Dieser legte den Ball von der Grundlinie zurück auf Seiz, der im Fallen zum umjubelten 1:0 abschloss. Die Gäste antworteten mit einem wütenden Anrennen, es mangelte jedoch an der entscheidenden Idee vor dem Strafraum. Erst in der Nachspielzeit war der Spitzenreiter dann erfolgreich und konnte somit die Vorrunde ungeschlagen überstehen. Trotz des späten Ausgleiches überwog die Zufriedenheit über Punkt und Leistung auf Pfullinger Seite. Co-Trainer Rasmus Joost nahm es mit Humor: „Immerhin haben wir alle noch ein Traumtor bewundern dürfen.“

 

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Nico Seiz jubelt über sein erstes Tor für den VfL Pfullingen. Vorlagengeber Fatmir Karasalihovic und Bálint Szalánszki freuen sich mit.

 

Dem VfL ist die Überraschung beim Favoriten 1. FC Normannia Gmünd verwehrt geblieben. Ersatzgeschwächt zeigten die Konietzny-Schützlinge eine ansprechende Leistung, leisteten sich in den entscheidenden Situationen allerdings zu viele Fehler und mussten am Ende eine 0:2 (0:0)-Niederlage hinnehmen.

Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde nach die Partie langsam Fahrt auf. Sven Packert kam nach 20 Minuten frei zum Kopfball, setzte das Spielgerät allerdings deutlich über die Maschen. Wenige Minuten später legte Lukas Linder den Ball im Strafraum auf Heiko Schall ab, der das Ziel verfehlte. Abermals Linder passte nach einem Konter in die Mitte, Matthias Dünkel konnte den Ball jedoch nicht richtig unter Kontrolle bringen und verzog deutlich. Der VFL machte vieles richtig, allerdings nur bis zum Strafraum.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel die kalte Dusche. Nach einer Flanke von Simon Fröhlich hielt Forijan Ahmeti den Kopf in die Flugbahn, der Ball fiel zum 1:0 ins lange Eck (48.). Die Pfullinger steckten den Rückstand gut weg und wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Auf beiden Seiten gab es nun vermehrt Torraumszenen, für den VfL versuchten es Schall, Dünkel und Linder, die jedoch am Torwart der Normannen ihren Meister fanden. Anders die Hausherren, die durch ihren Goalgetter Anthony Coppola sechs Minuten vor dem Spielende den Deckel drauf machten. „Das war der Klassiker heute. Wir liefern ein gutes Spiel ab, werden gelobt, aber nehmen nichts mit. Wir belohnen uns nicht für den Aufwand. Ein Punkt wäre verdient gewesen“, befand ein frustrierter VfL-Trainer Michael Konietzny.

 

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Andrej Schlecht und seine Mannschaftskameraden müssen in Schwäbisch Gmünd eine Schlappe hinnehmen.

Veranstaltungen Punktspiel VL Vorschau ST14

 

1. FC Normannia Gmünd - VfL Pfullingen
Samstag, 02. November, 14.30 Uhr, tectomove Arena Schwäbisch Gmünd

 

Man hörte ihn regelrecht fallen, den Stein, der den Verantwortlichen um die Verbandsligamannschaft am vergangenen Samstag um 17.20 Uhr vom Herzen fiel. Soeben hatte Schiedsrichter Tobias Bauch die Partie des VfL gegen den TSV Berg im Volksbank-Stadion abgepfiffen, welche die Hausherren knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Der eingewechselte Daniel Kühnbach Azevedo traf 120 Sekunden, nachdem er Mitte des zweiten Durchgangs für Heiko Schall ins Spiel genommen wurde. Eine bessere Entschädigung für seine wochenlange Verletztenmisere kann es kaum geben. Nebenblei blieb das Team nach fünf Monaten erstmals wieder ohne Gegentor. Ein weiterer Aspekt, der das zuletzt angekratzte Selbstvertrauen der Schützlinge von Michael Konietzny aufpolieren dürfte.

Befragt, wie man beim haushohen Favoriten Normannia Gmünd bestehen könnte, antwortet Konietzny: „Wir müssen den gleiche Aufwand betreiben wie am vergangenen Samstag und an unsere Grenzen gehen.“ Die Voraussetzung: „Alles raushauen, ein paar Prozent weniger, und es wird nichts.“ Dann, so ist sich der Cheftrainer sicher: „Chancen ergeben sich immer.“

Wegen eines Sehnenanrisses im linken Knie wird Kapitän Patrick Lehmann in diesem Jahr wohl nicht mehr ins sportliche Geschehen eingreifen können. Auch eine entscheidende Besserung von Dominik Frühs Knöchelverletzung ist noch nicht in Sicht. Dagegen ist Kevin Haußmann von seiner Augen-OP soweit genesen, dass er wieder ins Training eingestiegen ist. Lukas Früh und der gegen Berg erstmals zum Einsatz gekommene Bálint Szalánski fehlen aufgrund privater Termine.

Oberligaabsteiger 1. FC Normannia Gmünd startete sehr verhalten in diese Saison. Nach fünf Spieltagen standen ebenso viele Punkte auf der Habenseite, was in der Tabelle lediglich Platz 12 bedeutete. Doch seither geht es für die Normannen stetig bergauf, zusammen mit dem VfL Sindelfingen und dem FSV Hollenbach (alle 21 Punkte) sind sie Verfolger des Tabellenzweiten SSV Ehingen-Süd (23). Der Mitabsteiger TSG Backnang ist mit 35 Zählern allen anderen Teams bereits meilenweit enteilt.

Zuletzt durfte der Verbandsligameister des Jahres 2018 pausieren, zuvor gab es einen 2:1-Auswärtserfolg beim letzten Pfullinger Gegner TSV Berg. Mit jeweils drei Siegen in der heimischen tectomove Arena und auf fremden Plätzen zeigt sich das Team von Trainer Holger Traub ausgewogen und solide. Lediglich 13 Gegentore bedeuten die zweitbeste Abwehr der Liga, was auch ihrem glänzenden Schlussmann Yannick Ellermann zu verdanken ist. Anthony Coppola ist mit sechs Toren bester Angreifer der Normannen, wobei 22 erzielte Treffer nicht unbedingt von einem torfreudigen Verbandsligisten zeugen.

Schiedsrichtergespann: Mit der Leitung der Partie wurde Herr Matthias Hennig (TSV Stiefenhofen) beauftragt. An den Linien assistieren ihm Stefan Müller sowie Artur Wagner.

Historie (26.05.2018): 1. FC Normannia Gmünd - VfL 5:0 (3:0) – Tore: 1:0, 4:0 Bauer, 2:0, 5:0 Kolb, 3:0 Pfeifer – Auf dem Weg zur Meisterschaft war der VfL für den Spitzenreiter kein Stolperstein. Bereits nach 53 Minuten war der Endstand unter Dach und Fach. Für Pfullingen bedeutete diese Niederlage den fast sicheren Abstieg im zweiten Verbandsligajahr.