Der VfL Pfullingen wartet weiter auf einen Sieg. Gegen den TSV Essingen reichte es am Ende nur zu einem 1:3 (1:1). Wegen einer Bänderverletzung mussten Michael Konietzny und Rasmus Joost auf Stürmer Dominik Früh verzichten. Für ihn rückte Lukas Linder ins Sturmzentrum. Im Tor kam der Wiedergenesene Tim Becker zum Einsatz.

Die Gäste starteten mit dem Selbstvertrauen aus dem 3:0-Derbysieg gegen Normannia Gmünd in die Partie. Sie übernahmen die Initiative und hatten ein Plus an Ballbesitz zu verzeichnen. Die Pfullinger Hintermannschaft hielt dem Druck jedoch stand und ließ kaum gefährliche Abschlüsse der Gäste zu. Dann kam der VfL allmählich besser ins Spiel. Kevin Haußmann traf nach Zuspiel von Linder den Ball nicht richtig (22.), nur wenig später wählte er mit einem Querpass anstelle eines Schusses die schlechtere Alternative. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es turbulent. Die Essinger gingen nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft mit 0:1 in Führung. Niklas Groiß traf ins leere Tor. Auf der anderen Seite scheiterte Heiko Schall mit einem beherzten Schuss an der Klassereaktion von Ewen Le Gallo. Nur wenig später war der TSV-Schlussmann bei einem platzierten Schuss Schalls ins Eck dann doch machtlos, mit 1:1 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Gäste ihren Druck. „In der zweiten Halbzeit lief es dann wie immer“, gab ein ratloser Konietzny nach Schlusspfiff zu Protokoll. Die Hausherren versuchten es mit hohen Bällen auf die flinken Spitzen, doch die hochgewachsenen Essinger Abwehrrecken hatten die absolute Lufthoheit und verhinderten gefährliche Gegenstöße. Nach einer der zahlreichen Gästeecken war VfL-Torspieler Becker gegen den Kopfstoß von Stergios Dodontsakis machtlos (64.) Nur vier Minuten später nutzte derselbe Spieler einen von Becker nach vorn abgewehrten Freistoß und erhöhte auf 1:3. Die 250 Zuschauer sahen nun einen VfL, der in seinen Bemühungen auf den Anschlusstreffer die dargebotene Entschlossenheit der Gäste vermissen ließ. So blieb es am Ende bei der zweiten Heimniederlage der Saison. VfL-Präsident Sven Schauenburg sah einen verdienten Sieger: „Die Essinger waren heute einfach besser.“ Die Konietzny-Schützlinge müssen in den kommenden Wochen schleunigst wieder in die Spur kommen, sonst geht es in der Tabelle weiter abwärts.

 

ST11

Da war Pfullingens Welt noch in Ordnung: Heiko Schall hat soeben zum 1:1-Ausgleich getroffen.