Mit einem deutlichen 3:8 bei der SG Reutlingen verabschiedet sich die U23 des VfL Pfullingen aus dem Pokalwettbewerb 2019/2020. Dabei machten sich die Schützlinge von Trainer Ralf Luik hinten leichtfertig das kaputt, was sie sich vorne mühsam aufbauten. Denn die Pfullinger führten nach einem durch Julian Welsch verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 und kurze Zeit später nach einem sehenswerten Angriff durch Robin Kittelberger mit 2:1. Doch Ackam Yasin per direktem Freistoß und Christian Locher glichen bis zur 30. Minute aus. Erneut Locher sowie Sebastian Sorg drehten die Partie, 4:2 stand es nach 45 Minuten.

Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da war das Achtelfinale auch schon entschieden. Tony Russo traf per Heber zum 5:2. Der VfL gab zwar nie auf und hatte in der Offensive den einen oder anderen gefälligen Angriff zu verzeichnen. Doch mehr als das 3:5 durch Bálint Szálanszki sprang dabei nicht heraus. Die Reutlingen hatten bei ihren drei weiteren Treffern nur wenig Mühe gegen eine weiterhin indisponierte Hintermannschaft. Vor allem hier muss Luik den Hebel ansetzen, um in den Rundenspielen bestehen zu können.

 

Pokal SG

Wie schon im Bezirksliga-Punktspiel setzte es auch im Pokal eine deutliche Niederlage gegen die SG Reutlingen.

Wenn am Freitag unter dem neuen LED-Flutlicht des Pfullinger Volksbank-Stadions zum vorgezogenen Kellerduell des zehnten Spieltages zwischen dem VfL Pfullingen U23 und dem TSV Sickenhausen kommt, trifft mit dem Sickenhäusener Co-Trainer Dominik Grauer ein alter Bekannter auf seine früheren Vereinskameraden. Der 30-jährige Vollblutstürmer war für den VfL in der Landes- und Verbandsliga aktiv und schoss in 85 Einsätzen stolze 61 Tore.

Doch dürfte für Grauer das Schwelgen in Erinnerungen erst nach dem Schlusspfiff am Freitagabend wieder in Frage kommen. Schließlich benötigt der TSV im Kampf um den Klassenverbleib jeden Punkt. Nach bislang drei Unentschieden konnte am vergangenen Wochenende mit einem überraschenden 3:1 gegen den TSV Dettingen/Erms der erste Saisonsieg eingefahren werden. Grauer gelang dabei sein sechster Saisontreffer. „Endlich haben wir mal umgesetzt, was Trainer Walter Mayer wollte. Entsprechend gut war die Stimmung nach Schlusspfiff“, atmet der spielende Co-Trainer durch. Dennoch hängt die rote Laterne nach wie vor im Sportheim des TSV Sickenhausen.

Auch für die U23 des VfL ist dieses Spiel richtungweisend. Nach einem miserablen Rundenstart konnten unter dem neuen Trainer Ralf Luik immerhin die beiden vergangenen Spiele gewonnen werden, zuletzt wurden beim 3:1 in Hirrlingen sogar die ersten Auswärtspunkte eingefahren. Mit nunmehr zehn Zähler liegt das Team um Kapitän Immanuel Baur auf dem zwölften Rang.

In der vergangenen Saison konnten die Pfullinger beide Punktspiele gegen Sickenhausen mit 3:0 für sich entscheiden. Grauer: „Das spielt heute keine Rolle mehr. Es wird ohnehin ein schweres Spiel. Für mich doppelt, da mir der VfL nach wie vor am Herzen liegt. Doch das blende ich am Freitag natürlich für neunzig Minuten aus.“ Der Co-Trainer schlüpft dabei in die Rolle des Kommandogebers, da Coach Mayer verhindert ist.

Beide Mannschaften konnten den Abwärtstrend vorerst also stoppen. Umso wichtiger ist ein Erfolgserlebnis, wenn am Freitag um 19.30 Uhr die Partie am Jahnhaus angepfiffen wird. „Egal, wie es ausgeht. Nach dem Spiel trinken wir ein Bier gemeinsam, dann passt es wieder“, freut sich der junge Familienvater auf das Wiedersehen mit den alten Sportkameraden.

 

Vorschau Sickenhausen

Dominik Grauer: Ein Wiedersehen unter Freunden, dennoch steht für beide Teams der sportliche Erfolg im Vordergrund.

Pfullingens sportlicher Leiter Jörg Kluge ließ nach dem Rücktritt von U23-Trainer Kim Laudage am vergangenen Samstag nicht viel Zeit verstreichen und informierte am Dienstagabend die Spieler des Bezirksligisten über die Nachfolgeregelung. Ralf Luik wird ab sofort die sportlichen Geschicke der zweiten Aktivenmannschaft der VfL-Fußballer übernehmen. Der 48-Järige trainierte zuletzt zwei Jahre lang den SV Zainingen, wo er nach der Niederlage in der Bezirksligarelegation gegen die TSG Upfingen zurücktrat.

„Es ist alles sehr schnell gegangen“, berichtet Luik über die Gespräche mit Kluge. „Ich freue mich auf die gleichermaßen interessante wie schwere Aufgabe. Ich möchte als Mitglied des VfL-Teams meinen Teil dazu beitragen, dass es wieder aufwärts geht.“ Am Sonntag trifft die U23 im heimischen Sport- und Freizeitpark auf den Landesligaabsteiger TSV Ofterdingen.

 

Verpflichtung Luik

Ralf Luik übernimmt ab sofort die U23 des VfL Pfullingen. Foto: FuPa Alb

Vier Tore von Oldie Robin Kittelberger bescheren der U23 des VfL Pfullingen den Einzug in die Runde der letzten 16 des Bezirkspokals. Mit 4:3 (2:1) schlugen die Schützlinge von Kim Laudage den stark in die Punkterunde gestarteten TV Derendingen.

In einem flotten Pokalspiel gingen die Hausherren nach 24 Minuten in Führung. Maurizio Laureti erkämpfte sich den Ball und passte das Spielgerät umgehend auf Kittelberger. Dieser umkurvte TV-Schlussmann Lukas Hildenbrand und köpfte zur Führung ein. Nach gut einer halben Stunde bewies auf der anderen Seite Tim Steinhilber seine Torgefährlichkeit und glich mit einem Schuss ins lange Eck aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war wieder der VfL am Drücker. Lauretis butterweiche Flanke von der Grundlinie fand am langen Posten den Kopf von Kittelberger – 2:1.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Schönbergkicker auf 4:1 davon. Zunächst traf der 31-jährige Angreifer im Nachschuss, nachdem Hildenbrand einen von Sven Packer getretenen Freistoß nicht festhalten konnte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später nutzte Kittelberger ein kluges Zuspiel von Ahmad Allaham. Der Dritte der aktuellen Bezirksligatabelle gab allerdings nicht auf. Armand Ligouis (67.) und Benjamin Klett (85.) verkürzten auf 4:3. Doch der finale Sturmlauf in den Schlussminuten blieb aus und der VfL schaukelte die knappe Führung über die Zeit.

 

Pokal Derendingen

Lass Dich drücken: Robin Kittelberger (re.) bedankt sich bei Maurizio Laureti für dessen Vorarbeit zum 1:0.