Der VfL traf in der laufenden Saison bereits zum dritten Mal auf den SV Seedorf. In der zweiten Runde des wfv-Pokals gab es einen 2:0-Heimerfolg für die Pfullinger, im Schwarzwald in der Landesliga-Hinserie ein 1:1. Bei diesem Unentschieden war Sven Packert der Pechvogel auf Seiten der Gäste – ein Abwehrversuch per Kopf landete im eigenen Netz. Dies schien den VfL-Kapitän am Samstag besonders zu motivieren. Und siehe da: Es klappte. Erneut per Kopf, dieses Mal auf der richtigen Seite, traf der 25-Jährige nach knapp einer Stunde zum 2:0 für seine Farben. Es war das erste Saisontor des Mannschaftsführers.
Nico Seiz brachte die Hausherren früh in Führung. Dabei traf er den Nachschuss nicht richtig, der Ball sprang auf und fand unhaltbar über SV-Schlussmann Marcel Bender hinweg den Weg ins Tor (7.). Dieser Treffer gab den Pfullingern jedoch nicht die erhoffte Selbstsicherheit. Nach starker Anfangsphase schlichen sich Fehler und Ungenauigkeiten ein, die den Gast besser ins Spiel brachten, der daraus allerdings kaum Kapital schlagen konnte. Nach 30 Minuten ergriffen die Schützlinge von Albert Lennerth wieder die Initiative und kamen in der Schlussphase des ersten Durchgangs noch zu zwei Hochkarätern. Doch weder Fabiano Martins per Kopf noch Philipp Kendel freistehend vor Bender brachten den Ball zum beruhigenden zweiten Treffer über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel blieb der Gastgeber die bestimmende Mannschaft, doch auch Kenan Dogan ließ nach 50 Minuten eine gute Abschlussmöglichkeit ungenutzt. Dann trat Packert wie eingangs erwähnt auf den Plan und verwertete die von Nico Seiz getretene Ecke mustergültig. In der Folge wurde das Spiel nickliger, es gab viele Unterbrechungen und Diskussionen. Schiedsrichter Nihat Varlioglu zückte elf Gelbe Karten und schickte in der Schlussphase SV-Spieler Jannis Roth mit der Ampelkarte frühzeitig zum Duschen.
Der VfL verpasste es in der verbleibenden halben Stunde, seine Angriffe sauber zu Ende zu spielen und das Ergebnis deutlicher zu gestalten. So blieb es bei einem 2:0-Arbeitssieg – ein Anfang ist gemacht. „Das war ein gelungener Start in die Rückrunde“, bilanzierte Lennerth. „Wir belohnten eine konzentrierte Leistung mit zwei Toren, jedoch hätte man noch einige mehr schießen müssen. Wichtig war, das Spiel ohne Gegentor abzuschließen.“

Das Tor zum 2:0 – Sven Packert platziert den Ball per Kopf unhaltbar